Zusammenleben von Hund und Katze

Wie Hund und Katz

Die zwei sind sich wie Hund und Katz verkündet der Volksmund, und beschreibt damit zwei Menschen, die sich, in Analogie dieser beiden Tiere, auf den Tod nicht ausstehen können.

Tommy Wir selbst hatten diese Erfahrung gemacht, als unser Kater Dicker, sich vor einem ausgeführten Hund auf den nächsten hohen Baum flüchtete und auch nach Stunden nicht zum herunterkommen zu bewegen war, sodass wir ihn schließlich mit der Leiter herunter holten. Das Gegenstück dazu ist unser Maine Coon Kater Tommy der mit einem Hund zusammen aufgewachsen ist, und noch heute nach 4 Jahren, als Ausdruck der Freude immer noch mit dem Schwanz wedelt.

Auch in den vielen Foren des Netzes findet man unzählige Threads mit den Anfragen verunsicherter Tierbesitzer, ob sie ihren geliebten Vierbeiner zusammen mit seinem Erzfeind würden leben lassen können, und mit welchen Tricks man beide aneinander gewöhnen könne. Die Antworten beinhalten zwar sowohl Berichte positiver als auch negativer Erfahrungen, werfen allerdings häufig auch Zweifel auf, ob Verständigung, zwischen den beiden so widersprüchlich kommunizierenden Wesen, möglich sei.

Nachfolgend einige unkommentierte Beispiele aus Foren:

Auch finden sich Artikel und Literatur die sich mit dem Zusammenleben von Hund und Katze beschäftigen und indirekte Hilfestellung geben

Im Frühjahr 2011 hatten wir die Möglichkeit eine junge Hundefamilie mit der Kamera zu begleiten. In diesem Haus wohnten zu dieser Zeit eine Hündin mit ihren acht Welpen und drei Katzen. Unsere Beobachtungen möchten wir hier beschreiben.

Unsere Beobachtungen

Bei unseren Besuchen kam es immer wieder zu engen Kontakten zwischen Hund und Katze.
Es waren die Hundemutter Viktoria, vom Aussehen könnte sie ein Eurasier sein, ihr Markenzeichen ist ein stehendes und ein hängendes Ohr, die Hauskatzen Luzy, Cleopatra und Mareike.

Die ältere der Katzen Luzy füllte sich von allen anderen Tieren mehr als genervt, und beobachtete die Situation lieber von weitem. Kam es doch zu einer Begegnung mit einem Hund wurde etwas geknurrt. Zum Kampf kam es nie.

Biss

Die zweijährige Katze Cleopatra, dieses Tier wurde aus Spanien mitgebracht, spielte gelegentlich mit dem Wurf. Sie hatte auch kein Problem sich im Kratzbaum unmittelbar neben dem Hundekorb zur Ruhe zu begeben. Nur wenn es aus Ihrer Sicht zu viel wurde dann flüchtete Cleopatra.

Die dritte Katze Mareike, sie war zu diesem Zeitpunkt ca. 6 Monate alt, wurde in den Wurf integriert.
Diese Katze wurde von den Besitzern auf einer Mülldeponie im angeschossenen Zustand (mit 3 Kugeln) aufgefunden und mit entsprechender tierärztlicher Hilfe wieder gesund gepflegt.

Fütterung der Welpen

Fütterung der Welpen: Dieses Bild wurde im Welpenalter von 4 Wochen bei der Fütterung der Welpen gemacht

Spielstunde

Hilfe bei den ersten Bildern: Zwei Wochen nach der Geburt waren Bilder von Hund und Katze möglich. Im rechten Bild wurden wir beim ersten Fototermin unterstützt

Bildersammlung denn Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Spielstunde im Zwinger: Als die Welpen 6 Wochen alt waren konnten wir dann erleben wie eine Katze einen Wurf beschäftigt. Die Bilder wurden an einem Samstagnachmittag aufgenommen. Hier konnte man erleben, wie die Hunde und die Katze auch im Spiel zärtlich miteinander umgehen. Ein Eingreifen seitens der Menschen war nicht erforderlich und die Hundemutter hielt sich auch zurück. Bilder von diesem Tag sind im Teil 1 der Bildersammlung zusehen.

Katze als Welpe: In der 8. Woche konnten wir die volle Integration einer Katze in den Hundewurf erleben. Die Katze Mareike wollte mal wieder in den Zwinger und kletterte an der Absperrung hoch. Die Welpen und die Mutter warteten schon auf den Besuch. Als die Katze oben war machte dann die Hundemutter zur Unterstützung den Welpenbiss.

Spielstunde im Garten: Als dann bereits ein Großteil des Wurfes ausgezogen war und die Sonne Mitte März in den Garten lockte, wurden die im Teil 3 der Bildersammlung zu sehenden Aufnahmen gemacht.
Die Hunde waren schon im Garten und wir haben nur die Katze Mareike angelockt um einige Bilder zu machen. Wie es dann zu dieser Show kam, können wir nicht mehr nachvollziehen, nur etwas ist in Erinnerung geblieben, zeitweilig konnte man vor lachen nicht fotografieren.
In der Zeit die wir mit Zusehen verbracht haben, gab es kein Knurren, kein Fauchen, kein Bellen und auch kein Jaulen.

Zusammenfassung

Bei allen Besuchen konnten wir beobachten, dass das Zusammenleben zwischen Hund und Katze sehr gut möglich ist.
Je jünger die Tiere sind, desto schneller erfolgt die gegenseitige Akzeptanz von Hund und Katze und es gehört natürlich Geduld dazu.

Datum: 30.08.2011